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WATCHMAN:

one channel video, stereo sound, 11 min 48 sec, 2018

„Watchman:“ examines the medial documentation of the momentum between sleep and wake as one the most significant breach and transitory moment of our consciousness. The video work shows found footage material of people who are suddenly awaking as an extracts and endless stadium.  A special effect is been used, which renders in-between images and brings the situation into flow.
The soundtrack of the work is a composition for the classic 1982 Roland Juno synthesizer which is well known for its warm and dreamy sound characteristics.

(DE)

Die Video-Arbeit „Watchman:“ untersucht die mediale Dokumentation des Moments zwischen Schlaf und Wachsein: der signifikanteste Bruch und medialer Moment unserer Wahrnehmung. Das Video bedient sich Found-Footage Aufnahmen von Menschen, die abrupt aus dem Schlaf gerissen werden, extrahiert und dehnt den Moment des Aufwachens ins scheinbar Unendliche. Dabei wird ein Spezial-Effekt eingesetzt, die Zwischenbilder berechnet und das abgehackte verlangsamte Bewegtbild zum Fließen bringt.
Am Anfang des Videos liest man – antipodisch zu den darauffolgenden Bilder – den Eröffnungs-Monolog aus Aischylos’ „Agamemnon“: Der dort situierte auf einen Signalfeuer aus Troja wartende Wachmann klagt über die ihm verwehrte Möglichkeit einzuschlafen.
Der Soundtrack des Videos besteht aus einer eigens dafür angefertigeten und eingespielten Komposition für den 1982er Roland Juno60 Synthesizer, welcher für seine warme und verträumte Klangcharakteristik bekannt ist.

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CONTRAPUNCTUS 1905

26 min, Ultra HD (4K), color, stereo sound, 2017

„Contrapunctus 1905“ is an aesthetical reinterpretation of the first Russian Revolution (1905) and Sergej Eisensteins movie „Battleship Potemkin“ (1926). This movie is trying to reset the sensual perceptive state of this significant historical event through a close reading of Leopold Katschers telegram collection „Russion Revolution Diary“ (1906) in connection to Eisensteins movie. In this process dance, music and narration are manifested as a contemporary counterpoint.

(DE) 

Der Kurzfilm „Contrapunctus 1905“ versteht sich als ästhetische Neuinterpretation der ersten Russischen Revolution von 1905 und Sergej Eisensteins Film „Panzerkreuzer Potemkin“ welcher diese zum ersten mal visuell verhandelt. Unsere Sicht auf diese Revolution ist medial vor allem durch Eisensteins Bilder bestimmt. „Contrapunctus 1905“ versucht eine Neubewertung der Ereignisse und bedient sich dabei Leopold Klatscher Telegramm-Sammlung „Russisches Revolutionstagebuch (1906) im Abgleich zu „Panzerkreuzer Potemkin“. Tanz, Musik und Narration werden dabei als zeitgenössischer Kontrapunkt eingesetzt.

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SKIN TONE / UNSPOKEN

video based sculpture, duration: 7 min 5 sec, dimentions: 117cm (wight) x 59 cm (depth) x 148 cm (height), 2016

„What else is there to heal? I’m not quite sure, but it’s at least and particularly the following: the disease to heal.” (Lyotard)

The video based installation SKIN TONE discloses the relation between sterile-medical bodies and the paranoid feeling of a rambling sick. The skin appears as the potentially replaceable border of identity. The libidinous desire to burst this protective shell, is soaked by a fear of vulnerability. The opportunity of an artificial and programmed layer of skin promises control, submission and recovery of the infested areas. It appears as the answer to the uncanny and finally determines the body to the status of a closed circle system.

(DE)

„Was gibt es noch zu heilen? Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es ist zumindest und insbesondere Folgendes: Die Krankheit zu heilen.“ (Jean-Francois Lyotard)

Die Video-Skulptur „Skin Tone“ untersucht die Beziehung zwischen steril-medizinische Körper und dem paranoidem Gefühl einer wuchernden Krankheit. Die Haut erscheint als die potenziell ersetzbare Grenze der Identität. Das libidinöse Verlangen diese schützende Hülle zu eliminieren vermischt sich mit der Angst vor der eigenen Verletzbarkeit. Die Möglichkeit einer künstlichen und programmierten Hautschicht verspricht Kotrolle, Unterdrückung und Wiederherstellung der Befallenen Gebiete. Es erscheint als Antwort auf das Unheimliche und determiniert den Köper im finalen Zustand eines geschlossenen Systems.

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video, Full HD, duration 9 min 58 sec, 2017

„The only one who knows this ounce of words is just a token is he who has a ton to tell that must remain unspoken.” (Moondog)

“When I was five years old, I was playing in the garden near my nurse, and was carving with my pocket-knife in the bark of one of the walnut-trees that come into my dream as well. Suddenly, to my unspeakable terror, I noticed that I had cut through the little finger of my (right or left?) hand, so that it was only hanging on by its skin. I felt no pain, but great fear. I did not venture to say anything to my nurse, who was only a few paces distant, but I sank down on the nearest seat and sat there incapable of casting another glance at my finger. At last I calmed down, took a look at the finger, and saw that it was entirely uninjured” (a patient of Sigmund Freud)

„Unspoken“ deals with the perception of experiences through the simulation of touching and being touched by something that’s physically absent. Through this sensual castration all inexperienced things and places seem familiar.

(DE)

„Als ich fünf Jahre alt war, spielte ich im Garten unweit meines Kindermädchens und schnitzte mit meinem Taschenmesser in die Rinde eines dieser Walnussbäume, die auch in meinem Traum vorkamen. Und plötzlich, zu meinem unaussprechlichen Schrecken, bemerkte ich, dass ich meinen kleinen Finger durchgeschnitten hatte, sodass dieser nur durch die Haut an meine Hand gehalten wurde. Ich verspürte keinen Schmerz, jedoch große Angst. Ich wagte nicht, mein Kindermädchen, die nur wenige Schritte entfernt war, zu rufen und setzte mich sofort hin – unfähig auch nur einen einzigen Blick auf meinen Finger zu werfen. Schließlich beruhigte ich mich, schaute auf den Finger und sah, dass er völlig unversehrt war „

Diese Aussage eines Patienten von Sigmund Freud bildet die Grundlage für „Unspoken“: Ein Video-Essay über die Erfahrung des Berühren und Berührt-Werdens durch etwas physisch Abwesendes, eine Assoziationskette zu Sigmund Freuds Untersuchung des Unbewussten und dessen Einfluss auf unsere Wahrnehmung.

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