speed therapy

 

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Im Rahmen des von ihm mitkonzipierten und realisierten Projektes WAS TUN?! der Klasse Rosefeldt, inszenierte Kalas Liebfried die interaktive Performance SPEED THERAPY. Das persönliche Gespräch zwischen zwei Personen steht dabei im Vordergrund und als (ein) Lösungsvorschlag auf die Frage WAS TUN?! In Zeiten der globalen Vernetzung wird hier die Situation des intimen Angesicht-zu-Angesicht als die Grundlage der menschlichen Aktivität, der „vita activa“, durchgespielt.

Drei Performer (ein Künstler, ein Schauspieler und eine Tänzerin) erwarten die Besucher in jeweils verschiedenen Situationen: einem Zelt, einem hochgelegenen Tisch und einem Versteck unter den Podesten. Was folgt ist ein viertelstündiges Gespräch, bei dem die TeilnehmerInnen den Unbekannten alles erzählen können: von ihren Austellungseindrücken und Alltäglichkeiten, oder auch von ihren tiefsten Geheimnissen und Sorgen. Was sie vorher wissen ist nur, dass sich jemand eine Viertelstunde lang Zeit für sie nimmt.

Die Strategie der Performer ist mäeutisch: es soll so wenig wie möglich hinzugetan werden; das was die Partizipienten mitbringen, soll durch Zuhören und Nachfragen des Gegenübers, in ihnen weiterverarbeitet werden. Die Antworten auf ihren Fragen und Situationen werden durch ihre eigene Auseinandersetzung hervorgebrachgt – die Performer sind lediglich Geburtshelfer dieser.